Workshops Freitag, 5.7.2019 | 17.30 – 19.00 Uhr

Referent: Thomas Bronisch, München
Dauer: 90 min

Suizidalität findet sich nicht nur bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung sondern auch bei anderen Persönlichkeitsstörungen (PS) wie antisozialer PS, narzisstischer PS und depressiver PS. Auf die einzelnen PS mit Bezug zur Suizidalität wird eingegangen. Aus der eigenen Praxis werden Fälle geschildert und insbesondere das differentielle diagnostische und therapeutische Vorgehen diskutiert. Vor allem im zweiten Teil des Workshops sollten Fälle der Teilnehmer präsentiert und diskutiert werden.

Referentin: Isabelle Lang-Rollin, Windach
Dauer: 90 min

Zur Behandlung der PTBS stehen mittlerweile verschiedene störungsspezifische Behandlungsmethoden zur Verfügung, die nach Evidenzlage als sicher und klinisch sehr effektiv anzusehen sind. Dennoch scheint ein nicht so geringer Anteil von Pat. in der Praxis klinisch kaum von der Therapie zu profitieren, auch wenn man als Therapeut(in) „alles richtig gemacht hat“. Hier spielen neben externen Stressbelastungen v.a. Funktionalitäten der Störung sowie Verstrickungen in der therapeutischen Beziehung eine Rolle. Diese werden in den gängigen Therapiemanualen aber kaum berücksichtigt und deren Einfluss sowie Behandlungsmöglichkeiten sind wissenschaftlich wenig erforscht. In dem Workshop soll auf diese Aspekte bei der PTBS sowie mögliche Ansätze bei der Behandlung eingegangen werden. Nach einem kurzen Theorieteil erfolgt dies anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis

Referentin: Manuela Dudeck, Günzburg
Dauer: 90 min

Die Zunahme von Aggression und Gewalt  sowohl im ambulanten als auch stationären psychiatrischen Setting ist unzweifelhaft. Sinnvollen und therapeutisch notwendigen Behandlungs- und  Schutzmaßnahmen für die Patienten wurden normativ juristisch enge Grenzen gesetzt. Umso wichtiger ist das Erlernen von Deeskalationsstrategien und –möglichkeiten. Im Workshop werden aktuelle Zahlen zur Gewalt und die S3-Leitlinie Verhinderung von Zwang: Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen (2018) vorgestellt.

 

Referenten: Götz Berberich / Alica Frenz, Windach
Dauer: 90 min

Die Diagnostik des Funktionsniveaus der Persönlichkeit ist den meisten Psychotherapeuten wohl vertraut und in Deutschland weit verbreitet, etwa unter Anwendung der Achse IV der OPD-2. Die neueren Klassifikationssysteme für Persönlichkeitsstörungen (PS), DSM5 (hierin das sog. Alternative Modell in Sektion III) und ICD-11 sehen ebenfalls eine Bestimmung des Funktionsniveaus als Eingangsvoraussetzung für eine PS-Diagnose vor, unterscheiden sich aber nicht unwesentlich von der OPD. Zudem gilt diese Art der Diagnostik häufig als aufwändig und zeitraubend. Im Workshop werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der diagnostischen System und Vorschläge für eine rationelle Diagnostik des Funktionsniveaus vorgestellt.

Referent: Elmar Habermeyer, Zürich (CH)
Dauer: 90 min

Der Workshop widmet sich im ersten Teil einem forensisch-psychiatrischen Präventionsprojekt, das sich in die Strukturen der polizeilichen Gewaltprävention im Kanton Zürich/Schweiz einfügt. Nach mittlerweile fünf Jahren hat sich die enge und interprofessionelle Zusammenarbeit von forensisch-psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Experten, der Polizei aber auch allgemeinpsychiatrischen Kliniken und Ambulatorien bewährt. Aus Sicht der Forensischen Psychiatrie ist die durch Polizeibeamte durchgeführte Gefährderansprache durchaus geeignet, mit Personen ins Gespräch zu kommen, die Vorbehalte gegen das psychiatrisch/psychotherapeutische Versorgungssystem haben.

In der zweiten Hälfte des Workshops werden Warnhinweise/Risikomerkmale für Gewalthandlungen (insbesondere im Kontext der häuslichen Gewalt, Workplace Violence) vorgestellt, die für die psychiatrisch/psychotherapeutische Behandlung von Bedeutung sind und gegebenenfalls auch Anlass für Therapeuten sein könnten, sich an die Polizei zu wenden bzw. sich beraten zu lassen.

Referentin: Viola Habermeyer, Zürich (CH)
Dauer: 90 min

Der WS richtet sich an niedergelassene PsychotherapeutInnen (Ärzte/Ärztinnen und PsychologInnen), die mit Borderline Patientinnen und-Patienten arbeiten, unabhängig von der therapeutischen Ausrichtung. Es wird ein ambulantes Behandlungskonzept vorgestellt, das einem strukturierten und lösungsorientierten Ansatz folgt und sowohl psychodynamische als auch verhaltenstherapeutische Therapiestrategien umfasst. Der Focus liegt hierbei neben dem Umgang mit Suizidalität und Selbstschädigung auch auf Selbstfürsorge der Therapeuten.
Lernziele:
Die TN lernen unterschiedliche Strategien im Umgang mit BPS Patienten kennen.
Die TN können mit schwierigen Therapiesituationen umgehen (suizidale Drohung, Dissoziation, etc.).
Die TN gewinnen an Motivation, auch weiterhin mit Borderlinepatientinnen und –patienten zu arbeiten.

Referent: Bertram Schneeweiss, Taufkirchen
Dauer: 90 min

“Wir tauschen uns aus – auf Augenhöhe: Betroffenen, Angehörige, professionelle Helfer”. Unter diesem Motto findet der Borderline-Trialog München (BLT München) seit dem Frühjahr 2015 statt. Dieser wird in seiner Konzeption vorgestellt.  Ganz im trialogischen Sinn soll in diesem Workshop zudem die Mentalisierung ud der Austausch der beteiligten Gruppen erlebbar gemacht werden. Neben der Vorstellung des BLT München, der in zwei Staffeln pro Jahr stattfindet, wird es ein Initiativreferat zu einem Leitthema geben, über das dann trialogisch vor Ort diskutiert werden kann. So bekommt jeder Teilnehmer die Möglichkeit, selbst ein Gefühl für den trialogischen Austausch, sowie dessen Chancen und Herausforderungen zu bekommen.

Referentinnen: Aline Übleis / Eva Hoch, München
Dauer: 90 min

Schwierige Therapiesituationen treten im klinischen Alltag häufig auf. Für PsychotheutInnen stellen sie oft eine Herausforderung dar, die verunsichern kann. In diesem Workshop sollen nach einer kurzen theoretischen Einleitung verschiedene schwierige Therapiesituationen  vorgestellt werden. Der Fokus des Workshops liegt auf Kleingruppenarbeit, in der verschiedene verhaltenstherapeutischen Lösungsstrategien gesucht und im Rollenspiel geübt werden. Zum Abschluss sollen die Ergebnisse der Gruppenarbeit im Plenum vorgestellt und diskutiert werden.

Referenten: Hanna-Sophie Wendler / Michael Zaudig, München
Dauer: 90 min

Die Psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung wurden im Zuge der Strukturreform der Psychotherapie-Richtlinie als neues psychotherapeutisches Angebot eingeführt. Im Workshop wird ein Überblick über den Rahmen beider Leistungsangebote gegeben. Zudem werden erste praktische Erfahrungen sowie das Projekt einer psychotherapeutischen Erstversorgung anhand der Sprechstunde und der Akutbehandlung vorgestellt und diskutiert.
Workshopleiter: Hanna-Sophie Wendler / Michael Zaudig, München

Workshops Samstag
Workshops Sonntag