Workshops Freitag, 25.6.2021 | 17:30-19:00 Uhr

Referent: Thomas Bronisch
Dauer: 90 min

Abstrakt:

Suizidalität findet sich nicht nur bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung sondern auch bei anderen Persönlichkeitsstörungen (PS) wie antisozialer PS, narzisstischer PS und depressiver PS. Auf die einzelnen PS mit Bezug zur Suizidalität wird eingegangen. Aus der eigenen Praxis werden Fälle geschildert und insbesondere das differentielle diagnostische und therapeutische Vorgehen diskutiert. Vor allem im zweiten Teil des Workshops sollten Fälle der Teilnehmer präsentiert und diskutiert werden.

Literatur:
Bronisch, T., Bohus, M., Dose, M., Reddemann, L., Unckel, C. (2017): Krisenintervention bei Persönlichkeitsstörungen. Pfeiffer bei Klett-Cotta, München 2000. 5. überarbeitete Auflage

Prof. Dr. med. Thomas Bronisch ist niedergelassener Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in München; seit Juli 2014 ist er außerdem im forensisch-psychiatrischen Dienst der Universität Bern tätig und arbeitet in freier Praxis sowie als Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie.
Vor seiner freiberuflichen Zeit war Thomas Bronisch Professor für Psychiatrie an der Ludwigs-Maximilian-Universität in München und lange Jahre Oberarzt an der Klinik des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Er ist Mitglied in vielen internationalen Fachverbänden und berufsständischen Organisationen, Autor und Herausgeber zahlreicher Fachbücher und hat über 340 Beiträge in Fachzeitschriften oder als Buchbeiträge publiziert.
Seine wichtigsten Forschungsgebiete waren affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen, und Studien zur Suizidalität.
Im Rahmen der Suizidstudien befasste er sich mit Epidemiologie, Diagnostik, Verlauf und Ausgang, Neurobiologie von Suizidalität, und führte psychotherapeutische sowie pharmakotherapeutische Studien durch. Weiterhin publizierte er Arbeiten über historische Themen zu suizidalem Verhalten und Selbstmord in der bildenden Kunst. Er verfasste mehr als 340 Publikationen, schrieb fünf Bücher als Autor oder Co-Autor, gab 12 Bücher heraus.
Er war Co-editor der Archives of Suicide Research sowie Referee für 30 internationale Zeitschriften in Psychiatrie und Psychotherapie.
Er war Treasurer of the International Association for Suicide Prevention (IASP), Secretary Treasurer of the International Academy of Suicide Research (IASR), und Member of the American Association of Suicidology (AAS). Er war Member of the International Society on Studies of Personality Disorders (ISSPD) and Honorary Member the American Association of Research in Personality Disorders (ARPD). Weiterhin ist er Member des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP). Er war National Representative of the International Association for Suicide Prevention (IASP).
Preisträger für das Lebenswerk in Suizidforschung (Life-time Achievement Award for Suicide Research): Hans Rost Preis 2019.

Referent: Ulrich Schultz-Venrath
Dauer: 90 min

Kurzvita

Ulrich Schultz-Venrath, Prof. Dr. med., Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Nervenheilkunde, Psychoanalytiker (DPV/IPA/DGPT), Gruppenlehranalytiker (D3G/EFPP/GASI). Bis 31.01.2019 Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, EVK Bergisch Gladbach, Fakultätsmitglied für Psychosomatik an der Universität Witten/Herdecke. Aktuell tätig in privater Praxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Köln. Letzte Buch-Veröffentlichung: „Mentalisieren des Körpers“

Referenten: Otto Kernberg, Peter Buchheim
Dauer: 90 min

Referentin: Katja Bertsch
Dauer: 90 min

Abstract:

Spätestens mit dem Inkrafttreten des ICD-11 im Januar 2022 müssen wir uns mit einem dimensionalen Verständnis von Persönlichkeitsstörungen auseinandersetzen. Dieses geht von einem Kontinuum zwischen adaptiver und maladaptiver Persönlichkeit geht und für die Beschreibung von Schweregraden funktioneller Beeinträchtigungen genutzt.
In diesem Workshop wird präsentiert, wie neurowissenschaftliche und psychologische Befunde diesen dimensionalen Ansatz unterstützen und daher hilfreich für die Umstellung sein können.

Kurzvita:

Katja Bertsch ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und approbierte Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Störungen im Selbst und in interpersonellen Funktionen bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Hierfür setzt sie unterschiedlichste neurowissenschaftliche und experimentalpsychologische Methoden ein, um durch ein möglichst tiefgreifendes Verständnis Mechanismus-basierte Interventionen zu entwickeln und zu evaluieren. Ihre Forschung wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet (u.a. Hamburg Fellowship Persönlichkeitsstörungen sowie Early Career Award der International Society for the Study of Personality Disorders).

Referentin: Vera Clemens
Dauer: 90 min

Kurzvita:

Vera Clemens, M.D., MPH, holds the junior professorship for clinical and preclinical trauma consequences at the Department of Child and Adolescent Psychiatry/Psychotherapy at Ulm University Hospital and is working as a child and adolescent psychiatrist. Dr. Clemens is certified in child protection and is working as a consultant in the Medical Child Protection Hotline, a nationwide helpline for medical professionals. Her research focuses on the neurobiological and clinical consequences of adverse childhood experiences.

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