Workshops Samstag, 26.6.2021

Teil 1: 14:00-15:30 Uhr | Teil 2: 16:00-17:30 Uhr

Referentin: Melanie Büttner
Dauer: 180 min

Referenten: Matthias Reinhard, Frank Padberg
Dauer: 180 min

Abstrakt:
Einsamkeit ist ein allgegenwärtiges Phänomen – nicht nur im Kontext der COVID-19-Pandemie und von „Social distancing“-Maßnahmen. Einsamkeit ist dabei nicht identisch mit sozialer Isolation und steht emotional sogar dem Zustand, den man englisch „Solitude“ nennt, d.h. einem schöpferischen Alleinsein gegenüber. Einsamkeit scheint daher aus dem komplexen Wechselspiel von Wahrnehmen und Erleben sozialer Beziehungen vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen und aktueller Bedürfnisse zu resultieren. Da sich Einsamkeit negativ auf die psychische Gesundheit auswirkt und z.B. zur Entstehung und Aufrechterhaltung affektiver Erkrankungen beiträgt, bietet Psychotherapie die Chance, sich aufrechterhaltene Mechanismen bewusst zu machen, diese zu bearbeiten und zu verändern. Oft wird Einsamkeit jedoch in der Psychotherapie wenig thematisiert. Im Workshop soll das Phänomen Einsamkeit mit seinen verschiedenen Facetten auf dem Stand aktueller Forschung beleuchtet werden. Mögliche Interventionen sollen praxisnah diskutiert werden. Dabei können alle Teilnehmer*innen eigene Vorstellungen und Ansätze einbringen. Es soll dabei weniger um ein fertiges Konzept gehen, als um eine verfahrensübergreifende Betrachtung dieses Themas, denn unter Umständen sind wir Therapeut*innen die ersten Menschen, mit denen es unseren Patient*innen gelingt, ihre Einsamkeit anzusprechen und zu überwinden.

Kurzvita Matthias Reinhard:
Studium der Psychologie und Humanmedizin an der Universität Freiburg i. Br., seit 2015 Assistenzarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München, stationäre Psychotherapie mit Fortbildungen in CBASP und DBT, klinischer Wissenschaftler mit Forschungsschwerpunkt auf komplexen affektiven Erkrankungen, Psychotherapieresponse und neurobiologischen Korrelaten. Lehrtätigkeit für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der LMU

Kurzvita Frank Padberg:
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (tiefenpsychologisch), seit 2009 Leiter der Sektion für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Zusatzausbildung in VT mit Schwerpunkten auf CBASP und DBT, wissenschaftliche Schwerpunkte: Psychotherapieforschung, interpersonelles Erleben und Verhalten bei affektiven Erkrankungen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung, nicht-invasive Neurostimulationsverfahren.

 

Referent: Mathias Lohmer
Dauer: 180 min

Abstrakt:
Diagnostik: die verschiedenen Formen des Narzissmus (normaler, pathologischer und maligner) mit ihren jeweiligen Stärken und Schwäche werden vorgestellt.
Psychodynamik:  die Inszenierung der narzisstischen Störung in der therapeutischen und außer-therapeutischen Beziehung wird gezeigt.
Behandlungstechnik: anhand von Videoaufnahmen des Referenten und Fallbeispielen der Teilnehmer werden mit Videodiskussion, Rollenspielen und Balint-Gruppe wichtige Aspekte der Behandlungstechnik erarbeitet.

Kurzvita:
Dr. phil. Mathias Lohmer, Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT), Supervisor und Organisationsberater (DGSv), Dozent und Supervisor (TFP – Transference Focused Psychotherapy) des TFP-Institutes München und der ISTFP, Dozent an der IPU, Berlin. Partner von M19-Manufaktur f. Organisationsberatung München.

Referent: Stephan Doering
Dauer: 180 min

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